Umsetzung der EU-Whistleblowing-RL und des HinSchG – Was privatwirtschaftliche Unternehmen wissen müssen

Themen des Webinars

I. Rechtsgrundlagen

  1. Einführung in die Problemstellung
  2. Bisherige Rechtsprechung
  3. Whistleblowing-Richtlinie
  4. Entwurf des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG-E)

II. Meldewege

  1. Kreis der Verpflichteten
  2. Vorgesehene Meldewege
  3. Implementierung interner Meldekanal

III. Verfahren bei internen Meldungen und Folgemaßnahmen

  1. Entgegennahme und Dokumentation
  2. Fristgerechte Rückmeldungen
  3. Schlüssigkeitsprüfung und Aufklärung des Hinweises
  4. Abhilfemaßnahmen

IV. Hinweisgeberschutz und Datenschutz

  1. Rechtsgrundlagen
  2. Datenschutzrechtliche Informationspflichten
  3. Ausnahme vom Vertraulichkeitsgebot
  4. Preisgabe Hinweisgeberidentität
  5. Datenschutzkonformen Implementierung: Praxishinweise
  6. Aufbewahrungspflichten und Betroffenenrechten

V. Hinweisgeberschutz als Chance – Teil eines guten Compliance Management Systems

VI. Praktische Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen

VII. Diskussion

Ziel des Webinars
Mit seiner bereits am 23. Oktober 2019 erlassenen „Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden“ (EU) 2019/1937; umgangssprachliche „EU-Whistleblowing-Richtlinie“) hat der europäische Gesetzgeber einen gemeinsamen Mindeststandard für den Schutz von Hinweisgebern in der europäischen Union vorgegeben. Nunmehr sind sämtliche Unternehmen der Privatwirtschaft ab 50 Angestellten oder mit einem Umsatz in Höhe von min. 10 Mio. Euro/Jahr sowie Kommunen ab 10.000 Einwohnern verpflichtet, einen Hinweisgeberkanal einzurichten und zu betreiben. Nachdem die Umsetzungsfrist der Richtlinie am 18. Dezember 2021 abgelaufen ist, können die Richtlinien-Vorgaben für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern der Privatwirtschaft bereits mittelbar Geltung erlangen. Spätestens ab Dezember 2023 droht dies auch den kleineren Unternehmen mit 50-249 Mitarbeitern, die aktuell noch von einer verlängerten Umsetzungsfrist profitieren.
Im Übrigen dürfte der nach langem Warten schließlich am 13.04.2022 veröffentlichte Entwurf des nationales Hinweisgeberschutzgesetzes voraussichtlich noch diesen Sommer verabschiedet werden und die Vorgaben der Richtlinie in nationales Recht umsetzen. Dabei werden – anders als noch in der Richtlinie – auch handfeste Sanktionen in Form von Bußgeldern für all diejenigen in Aussicht gestellt, die der Pflicht zur Einrichtung eines Meldekanals nicht nachkommen. Insofern besteht bereits jetzt Anlass, sich mit den eigenen Strukturen auseinanderzusetzen und zu klären, ob diese den Anforderungen des neuen Hinweisgeberschutzes genügen.
Wir informieren Sie im Webinar praxistauglich und kompakt über die Verpflichtungen aus der EU-Whistleblowing-Richtlinie und dem deutschen Hinweisgeberschutzgesetz und zeigen Ihnen auf, wie Sie diese Anforderungen im Unternehmensalltag ressourcenschonend und effizient umsetzen können. Im Rahmen der anschließenden Diskussion stehen Ihnen unsere Dozenten für individuelle Fragen zur Verfügung.

Teilnehmerkreis des Webinars
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte, die vor der Herausforderung der Implementierung eines Hinweisgebersystems stehen. Beispielhaft sind hier die Bereiche Compliance, Revision, Datenschutz, Recht und Personal zu nennen. Fachanwälte/Rechtsanwälte haben die Möglichkeit, einen Fortbildungsnachweis über 3 Std gem. § 15 FAO zu erhalten.

Dozenten des Webinars

  • Aus dem Bereich Arbeitsrecht Rechtsanwältin Franziska Kohl, LL.M.,
  • Aus dem Bereich Datenschutzrecht Rechtsanwalt Dr. Stefan Bischoff
  • Aus dem Bereich Öffentliches Wirtschaftsrecht Rechtsanwalt Maximilian Decker

In Kooperation mit
Rechtsanwalt Stephan Rheinwald, Geschäftsführer der Hinweisgebersystem24 GmbH

Durchführung des Webinars
Das Webinar wird über Microsoft Teams durchgeführt.


Datum

13. Juli 2022

Uhrzeit

15:00 Uhr - 18:00 Uhr

Ort

Online-Seminar

Münster

Telefon: +49 251 9179988-0
Telefax: +49 251 9179988-855

Hafenweg 14
48155 Münster

Hamm

Telefon: +49 2381 92122-0
Telefax: +49 2381 92122-7000

Münsterstr. 1-3
59065 Hamm