Pumpwerk Oberhausen in Betrieb genommen – finale Phase der Abwasserfreiheit der Emscher eingeläutet

Foto: Andreas Fritsche/EGLV
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Pumpwerk Oberhausen in Betrieb genommen – finale Phase der Abwasserfreiheit der Emscher eingeläutet
Es war der größte und wichtigste Meilenstein in der Geschichte des Emscher-Umbaus: Am 20. August 2021 hat die Emschergenossenschaft im Beisein des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet das Pumpwerk Oberhausen und damit den gesamten Abwasserkanal Emscher (AKE) in Betrieb genommen. Bis Ende 2021 wird die Emscher dann sukzessive von ihrer Schmutzfracht befreit werden – zum ersten Mal nach mehr als 170 Jahren. Der in Tiefenlagen von bis zu 40 Metern quer durchs zentrale Ruhrgebiet verlegte AKE löst den Emscher-Fluss künftig als „abwassertechnische Hauptschlagader” der Region ab. „Herzstück” dieser „Hauptschlagader” ist das Pumpwerk Oberhausen, künftig Deutschlands größtes Schmutzwasserpumpwerk. Dessen Eröffnung bedeutet auch das Finale des Generationenprojekts Emscher-Umbau.

Michael Hoppenberg und Dr. Till Elgeti, die das Planfeststellungsverfahren für den AKE seit 2004 intensiv begleitet haben, freuen sich: „Wir gratulieren herzlich zum Erreichen des weiteren Meilensteins, der mit der Inbetriebnahme des Pumpwerks Oberhausen erreicht wurde. Der Emscher-Umbau ist das wasserwirtschaftliche Großprojekt, welches in Deutschland und darüber hinaus seinesgleichen sucht. Es wertet die Region in ganz enormen Umfang auf und steigert die Lebensqualität für die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger. Es ist ein Projekt, von dem eine Strahlkraft weit über die Region hinaus ausgeht. Wir als Wolter Hoppenberg sind stolz, dass wir die vielfältigen Genehmigungsverfahren, insbesondere die notwendigen Planfeststellungsverfahren erfolgreich mitgestalten konnten, um so den Grundstein für den Bau des Abwasserkanals Emscher und der Pumpwerke legen zu können.“

Hintergrund: Emschergenossenschaft und Emscher-Umbau
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz. Seit rund 30 Jahren setzt die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes ein weltweit einzigartiges Generationenprojekt um: Inmitten des drittgrößten Ballungsraumes in Europa entsteht seit 1992 ein hochmodernes unterirdisches Abwassersystem.
Die Umsetzung wurde erst durch das Ende der Bergsenkungen und die Nordwanderung des Bergbaus Ende der 1980er Jahre möglich. Die Emscher, der zentrale Fluss des Ruhrgebietes, und ihre Nebenläufe dienten über 150 Jahre lang als offene Schmutzwasserläufe und werden im Zuge dieses Mammutvorhabens von der Abwasserfracht befreit und ökologisch aufgewertet.

Der Emscher-Umbau, in den die Emschergenossenschaft als öffentlich-rechtlicher Verband mehr als fünf Milliarden Euro investiert, ist heute nicht nur das symbolträchtigste Projekt im Rahmen des Strukturwandels im Ruhrgebiet, er ist vielmehr auch zentraler Impulsgeber für die weitere städtebauliche Transformation der Region sowie für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. National und international gilt das Jahrhundertvorhaben als das Vorzeigeprojekt mit vielen Alleinstellungsmerkmalen.

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